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fg010-Wirtschaft und Menschenrechte

Eva ReinwaldEva-Maria Reinwald ist Fachfrau im Südwind Institut für das Thema Wirtschaft und Menschenrechte. Sie erklärt, wie in den Vereinten Nationen und in Deutschland Unternehmen auf ihre Verantwortung für Arbeits- und Menschenrechte verpflichtet werden sollen. Bisher gibt es die “UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte”, welche eher unverbindlich gelten. Über den “Nationalen Aktionsplan” (NAP) sollen sie in deutsches Recht umgewandelt werden. Auf Initiative von Südafrika und Ecuador wird auf UN-Ebene an einem verbindlichen Abkommen gearbeitet (UN-Treaty). NGOs und Vertreter der Zivilgesellschaft versuchen, möglichst verbindliche Regeln zu schaffen, damit diese auch einklagbar sind. Ziel ist es, dass weltweit agierende Unternehmen auch für die Menschenrechte in der gesamten Lieferkette Verantwortung übernehmen. Doch ausgerechnet Deutschland tritt bei diesen Verhandlungen auf die Bremse.

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fg009 – Seenotrettung

Aline Watermann-0537-2Aline Watermann war im Sommer 2018 bei mehreren Einsätzen der Seenotrettung auf dem Mittelmeer unterwegs. Mit den Organisationen See-Eye und Mission Lifeline half sie Menschen, die auf dem Fluchtweg zwischen Afrika und Europa zu ertrinken drohten. Bei ihrer letzten Fahrt wurde das Schiff “Lifeline” auf Malta festgesetzt und die Besatzung mit dem Vorwurf der Schlepperei konfrontiert. Aline berichtet von ihren Erfahrungen und ihrer Motivation, sich sowohl konkret als auch politisch für die Seenotrettung einzusetzen.

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Who made my clothes?

Wir laden ein zu einem Live – Gespräch + Diskussion mit Dina Septi über Menschenrechte in der Textilindustrie

Wer macht unsere Kleidung? Von der billigen Fast Fashion bis zu Markenklamotten wird fast alles in Südostasien produziert. Wie sehen die Arbeitsbedingungen vor Ort wirklich aus? Wie können die Arbeiterinnen zu ihrem Recht kommen? Wie können internationale Textilfirmen ihre Verantwortung wahrnehmen? Was können wir in Deutschland tun? Wir laden ein zu einem Gespräch mit der indonesischen Aktivistin Dina Septi, die über die  Arbeits- und Menschenrechten in der Textilindustrie berichten wird. In Jakarta unterstützt sie die gewerkschaftliche Arbeit in den Kleidungsfabriken und engagiert sich im Bildungsbereich. Sascha Ivan stellt das Duisburger Modelabel „Tellavision“ vor, das Faire Mode mit Kampagnenarbeit kombiniert. Eingerahmt wird die Veranstaltung mit Musik von der deutsch-kurdischen Sängerin Mizgina Rengin.

Moderation: Claudio Gnypek (GMÖ)
Musik: Mizgina Rengin

Montag, 10. Dezember 2018
19:00 Uhr
Grammatikoff, Dellplatz 16a, Duisburg

Eintritt frei
Veranstalter: GMÖ, Infostelle „Dritte Welt“ Duisburg, ESG Duisburg-Essen

Zum Thema Menschenrechte in der Textilindustrie erschienen bereits zwei Sendungen:

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fg008 – GutesGeld

Ana Lucía Montes arbeitet bei der Oikocredit, einer Genossenschaft die Geld in Mikrofinanz-Institutionen und soziale Unternehmen in Entwicklungsländern investiert. Sie erzählt von ihren Erfahrungen in der Entwicklungsorganisation Pro Mujer in Argentinien und wie sie einkommensschwache Frauen mit Mikrokrediten unterstützte. Dies ist ein Beispiel, wie Oikocredit weltweit Menschen und Projekte fördert, die bei konventionellen Banken keinen Kredit bekommen würden. Die Partnerorganisationen vor Ort leisten aber auch Unterstützung durch Gesudheits- und Bildungsangebote. Oikocredit wird von Institutionen und Privatanlegern getragen, die sich Förderkreisen organisieren.

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fg007 – Nachhaltige Textilien

Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde 2014 von Entwicklungsminister Gerd Müller gegründet, um die deutsche Textilbranche auf mehr Menschen- und Arbeitsrechte in den Produktionsländern zu verpflichten. Dietrich Weinbrenner ist Pfarrer und Beauftragter für Textilien. Als Vertreter der Evangelischen Kirche ist er Mitglied in diesem Bündnis und beobachtet kritisch, wie sich die Unternehmen um ihre Verantwortung drücken. Gleichzeitig setzt er sich dafür ein, dass auch bei Kirche und Diakonie nachhaltige Textilien eingeführt werden. Wie schwierig das im Detail ist, erklärt Dietrich Weinbrenner in dieser Sendung.

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fg006 – Weltladen

Judith Klingen ist Fair-Handels-Beraterin beim Netzwerk des Fairen Handels am Niederrhein. Sie unterstützt Weltläden und Eine-Welt Gruppen, die sich für gerechteren Handel einsetzen. In dieser Sendung erklärt sie, wie ein Weltladen funktioniert und wie sich Aktionsgruppen organisieren. Neben dem Handel mit Fairtrade Produkten ist ihr besonders die politische Kampagnenarbeit wichtig. Denn um Welthandel gerechter zu gestalten braucht man nicht nur kritische KonsumentInnen, sondern auch politische Rahmenbedingungen. Die Eine-Welt-Gruppen und Weltläden können mit Kampagnen und Aktionen darauf aufmerksam machen.

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fg005 – Leute machen Kleider

Imke Müller HellmannImke Müller-Hellmann beschreibt in ihrem Buch “Leute machen Kleider” ihre Reise durch die globale Textilindustrie. Die simple Frage “Wer hat meine Lieblingskleidugsstücke genäht?” führte sie nach China, Vietnam und Bangladesch, wo sie tatsächlich in einige Textilfabriken schauen konnte. Sie sprach mit Näherinnen, mit Gewerkschafterinnen und mit Managern großer Bekleidungsfirmen. Im Interview erzählt sie von ihren Begegnungen vor Ort, von Firmen, die sie trotz hartnäckiger Recherchen abgewiesen haben und davon, dass globale Ausbeutung ein Teil unserer Wirtschaftsordnung ist. Initiativen wie die Fair Wear Foundation sind ein guter Ansatz, aber Imke stellt auch die Frage, was grundsätzlich verändert werden muss.

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fg004 fairer handel

Andrea Fütterer, GEPAAndrea Fütterer arbeitet bei der GEPA, Europas größtem Fairhandels – Importeur und ist Vorsitzende des Forums Fairer Handel. Im Interview erzählt sie, wie sie mit Kleinbauern in Honduras arbeitete und dadurch zum Thema gerechter Handel kam. Der Faire Handel hat sich aus der Nische zu einer Bewegung entwickelt, die sich auch politisch für mehr Verantwortung für die ProduzentInnen in Entwicklungsländern einsetzt. Am Beispiel des Kaffees zeigt Andrea Fütterer, welchen Unterschied der Faire Handel zum konventionellen macht, wie die Kaffeepreise an der Börse steigen und sinken und welche Auswirkungen das für Kaffeebauern weltweit hat. Doch mittlerweile ist Fairness auch ein Thema bei Produzenten in Industrieländern, wie das Beispiel der Fairen Milch zeigt. Wie sprechen über die politischen Rahmenbedingungen, den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung und die unterschiedlichen Siegel des Fairen Handels.

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fg003-Brot für die Welt

Klaus SeitzKlaus Seitz leitet die Abteilung Politik beim evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt. Die entwicklungspolitische Bildung war schon immer sein Schwerpunkt, sowie die Unterstützung der Zivilgesellschaft. In der Politikabteilung sieht er sich aber auch als Lobbyist für eine Entwicklungspolitik, die für Gerechtigkeit und die Überwindung von Armut steht. Aktuell schaut er kritisch auf die große Koalition in Deutschland, denn in ihren Vereinbarungen vermisst er bisher die globale Perspektive.

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fg002-Südwind

Fokus Globus Interview Martina SchaubDas Südwind Institut forscht zu den Themen Menschenrechte und Globalisierung. Martina Schaub erzählt, wie sie als Entwicklungshelferin mit Kleinbauern in Brasilien arbeitete, bevor sie Geschäftsführerin bei Südwind wurde. Heute unterstützt sie zusammen mit Wissenschaftlern viele Kampagnen für Fairen Handel, Gerechtigkeit und gegen Armut wie z.B. mit Studien zum Thema Kakao.

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